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Wo die USA wieder einmal das schlechte Beispiel sind...

 

In einem Medienzeitalter stellt sich die Frage, wie sehr Medien die öffentliche Meinung beeinflussen und bilden und damit auch, wie sehr sie diese lenken. Natürlich tun sie dies im höchsten Maße. Politik wird nun zum medienwirksamen Spektakel, mal mehr, mal weniger ernsthaft am ursprünglichen Sinn der Staatenlenkung orientiert.
Es zeigt sich, dass ein Staat, erst einmal von Medien durchsetzt, die Wahl seines Oberhauptes an ihnen orientiert. So nutzen die Kandidaten natürlich ihre Chancen und inszenieren sich auf eine Weise, die möglichst viele Stimmen sicher soll. Unliebsame Themen werden gegen simplere, aufsehenerregende eingetauscht. Ebenso gerät ein Parteiprogramm bei den Massen in beinahe Vergessenheit, statt dessen wird der strahlende Kandidat präsentiert. Es wird ein Täuschwerk des Erfolgs oder auch von Problembehandlungen inszeniert um von anderen Fehlern abzulenken, seien sie aus Fehlkalkulation entstanden oder nur in so fern falsch, dass sie nicht dem Wohle des Staates dienen.
Im US-amerikanischen Wahlkampf spielen Medien eine Maßgebliche Rolle. Spendengelder bestimmen die Kapazität mit der die Kandidaten ihr Aufgebot an Plakaten, Veranstaltungen, Fernsehspots oder Internetauftritten gestalten können. Hierzu sind die Medien das Werkzeug, den Kandidaten dem Wähler näher zu bringen.


Im aktuellen Wahlkampf scheint es letztendlich die Entscheidung zu sein, welche Art von Anführer sich das Gros des amerikanischen Volkes wünscht. Entweder den erwiesen Kompetenten, oder den charismatischen, Versprechenden.
Als Beispiel für den Einfluss des amerikanischen Systems des Medieneinflusses wäre der Aufruhr bei der letzten Bundestagswahl zu nennen, bei dem es sich um die Haarfarbe des SPD-Kandidaten und amtierenden Kanzler drehte. Ob Gerhard Schröder sich das grauende Haar färbte, habe Einfluss auf seine Glaubwürdigkeit. Seine polemische und rein effektheischende Siegesgewissheit, und die Kritik daran, mochten da eine größere Daseinsberechtigung gehabt haben, so lächerlich er im nachhinein auch dastand. Doch zeigen diese Geschehnisse, dass es den Parteien immer mehr um ihren Kandidaten geht. Es geht um Wahl auf Sympathie, nicht Programm. Denn der einzelne Mensch lässt sich viel leichter bewerben und vom Wähler verarbeiten – vor allem beim politikfaulen deutschen Wähler – als ein Wahlprogramm das als kleines Büchlein daherkommt.


Dabei ist das deutsche Parteiensystem ja gerade aufgrund eines gewissen Erfahrungswertes und besseren Wissens auf eine repräsentative Regierung, das Programm der Partei und nicht die präsidiale Demokratie und nicht einzelne Personen ausgelegt.

17.1.08 23:00
 


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